An dieser Stelle werden in loser Folge Bücher
besprochen, die sich mit Gospelmusik beschäftigen. Habt Ihr einen
Tipp für uns, welches Werk hier mal vorgestellt werden sollte,
dann schickt eine Mail an:
redaktion@berlin-gospel-web.de
Gospel
Musik der Guten Nachricht und Musik der Hoffnung
Teddy Doering, Aussaat-Verlag, 1999
Inhalt
Vorwort (von Dr. Theo Lehmann)
I. Historische Voraussetzungen
1. Die Sklavenzeit und das Christentum
2. Die Anfänge: Spirituals
3. Die amerikanischen Kirchen im Verhältnis zur Gospel Music
II. Frühe Formen
1. Guitar Evangelists
2. Drei wichtige Guitar Evangelists:
Blind Willie Johnson, Blind Willie McTell und Blind Gary Davis
3. Erste Gesangsgruppen
4. Prediger und ihre Aufnahmen
III. Das Spannungsverhältnis zwischen Blues und Gospel
IV. Die Komponisten
V. Die Nachkriegsentwicklung
1. Männliche Gesangsgruppen
2. Weibliche Gesangsgruppen
3. Sängerinnen und Sänger
VI. Die heutige Szene
1. Solisten und Solistinnen
2. Die Familienclans
3. Crossover ab den sechziger Jahren
4. Gruppen und Massenchöre
5. Einige Schlussbemerkungen
Anhang
Bibliographie
Diskographie
Namensregister
Buchbesprechung:
Lücke geschlossen
Von Barbara Hoeft
barbara.hoeft@gmx.de
"Gospel ist in." So stellt es im Vorwort
des Buches Dr. Theo Lehmann fest. Man weiß, wie Gospel klingt.
Aber weiß man, wo er herkommt? Teddy Doering hat in journalistischer
Kleinarbeit die Geschichte der Gospelmusik von den Wurzeln bis heute
recherchiert und dargestellt. Er beginnt bei den historischen Voraussetzungen
in der Zeit der Sklaverei, beschreibt die frühen Formen der Gospels
und auch das Spannungsverhältnis zwischen Gospel und Blues.
Neben den Interpreten wird auch die Rolle der Komponisten hervorgehoben,
die die Entwicklung des Gospel nachhaltig beeinflußt haben,
zum Beispiel Thomas A. Dorsey ("Take my hand, precious Lord")
oder auch William Herbert Brewster ("Move on up a little higher",
"How I got over").
Sehr interessant ist auch der Überblick über die Entwicklung
der Gospelmusik in der Zeit ab ca. 1945. Manchmal wäre hier allerdings
eine begrenztere Anzahl von Gruppen leserfreundlicher gewesen. Dafür
begegnet man aber wieder solchen Namen wie Sam Cook, die man im Bereich
der Gospelmusik eher weniger vermutet hätte.
Insgesamt gelingt es Teddy Doering, eine sehr große Lücke
zu schließen, denn meines Wissens gibt es bisher kein anderes
deutschsprachiges Buch, das eine so gute Zusammenfassung der Geschichte
der Gospelmusik bietet wie dieses. Wer sich wirklich dafür interessiert,
soll sich auch nicht vom Preis des Buches abschrecken lassen, zumal
eine ausführliche Diskographie im Anhang Geschmack auf mehr macht...!
Eine weitere Rezension ist bei Amazon.de erschienen: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3761551215/qid%3D1120205682/028-9051820-4016516
Das Buch ist leider auf dem deutschen Buchmarkt vollständig
vergriffen. Eine Neuauflage ist laut Verlagsangaben derzeit nicht
geplant.
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