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Oslo Gospel Choir - We lift our hands, part 1 (2005)
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1. Bless The Lord (Preludium) |
Diese DVD (und alles andere vom Oslo Gospel Choir)
gibt's im Gospelradio-Shop
>>
CD-Besprechung:
Von
Mit seiner neuen CD und ersten DVD "We lift
our hands" macht Europas Vorzeige-Gospelact einen Schritt, der
sich schon lange angekündigt hatte. Viele Gospelkenner munkelten
schon seit geraumer Zeit, der Oslo Gospel Choir (OGC) sei gar keine
Gruppe mehr, die sich der kraftvollen afro-amerikanischen Musik verschrieben
habe, sondern betreibe Weichspül-Gospel, der mit seinen süßlichen
Pop-Harmoniewendungen die Gehörgänge all derer verklebe,
die beim Wort Gospel emotionale Black-Music erwarteten.
Nun, dieser harschen Kritik wollen wir uns nicht anschließen.
Schließlich war der OGC noch nie ein Black-Gospel-Act, und wer
damit nicht klarkommt, soll halt andere Musik hören. Dennoch:
Ein bisschen Etikettenschwindel ist dabei, wenn Tore W. Aas seine
- zugegeben oftmals trivialen - Schnulzen unter dem Label Gospel vermarktet.
Denn eigentlich ist der Chor aus der norwegischen Hauptstadt schon
immer eher ein professionelles Lobpreis-Projekt gewesen. Mit "We
lift our hands" zeigt sich das nun einmal mehr.
15 wundervolle Anbetungslieder sind auf der DVD versammelt, einige
Klassiker wie das unübertroffene "Come, Now Is The Time
To Worship" aus der Feder des Meisters Brian Doerksens und wieder
eine Hand voll stimmungsvoller Pop-Balladen von OGC-Mastermind Tore
W. Aas selbst. Das hier kein falscher Eindruck entsteht: Gesangstechnisch
und in Sachen Performance gehört der Oslo Gospel Choir nach wie
vor zu den Spitzen-Ensembles des Kontinents. Was er nicht vermag ist
neue musikalische Akzente im Gospel zu setzen - man wünscht es
sich aber sehnlichst von solch einem hoch gepriesenen Chor. Dafür
ist "We lift our hands" für Fans ausgereifter Produktionstechnik
ohne Frage eine Sahnenummer! Noch nie klang der OGC derartig perfekt
wie auf dieser Produktion, ein wahrer Soundgenuss - über Kopfhörer
ganz besonders.
Ein Minuspunkt für die DVD ist hingegen eindeutig das Bonusmaterial:
Beim stolzen Preis von rund 22 Euro darf man gewiss mehr erwarten
als ein knapp 10-minütiges Filmchen mit ziemlich unspannenden
Behind-the-Scenes-Aufnahmen. Immerhin sieht man dabei die herrliche
St. Jan-Kirche im niederländischen Städtchen Gouda, die
Schauplatz des Konzertes war, aus allen Perspektiven. Im Frühjahr
erscheint übrigens die DVD "We lift our hands - part 2"
- für alle, die nicht genug kriegen können von Europas Lobpreis-Kollektiv
Nr. 1, dem Oslo Gospel Choir.
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